Leitbild - kitawaldstrasse

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Leitbild

Über den Verein

Unser Leitbild


Unser Leitbild setzt sich aus mehreren Bereichen zusammen, die im Folgenden mittels separater Überschriften voneinander abgegrenzt sind:

  • Identität

  • Auftrag

  • Konzeptionelle Ausrichtung

  • Allgemeine Ziele

  • Werte

  • Kunden

  • Fähigkeiten und Leistungen der Kindertagesstätten

  • Ressourcen der Einrichtung

  • Definition gelungenen Lernens

Identität

Der Verein Kindertagesstätte Waldstraße e.V. ist eine Elterninitiative, die sich dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband als autonomes Mitglied angeschlossen hat. Er ist als Träger von sozialen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche anerkannt. Der Verein betreibt Kindertagesstätten und ist Träger unterschiedlicher Projekte [1]. Alle Einrichtungen befinden sich in der Stadt Pinneberg. Entsprechend der Satzung leitet der hauptamtliche Vorstand verantwortlich die Arbeit des Vereins. Er wird vom VR [2] bestellt, der sich aus ehrenamtlich tätigen Eltern zusammensetzt und von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Die Mitgliederversammlung hat eine mitbestimmende und der paritätisch von Eltern und pädagogischem Personal ehrenamtlich besetzte Beirat der Kindertagesstätten eine mitwirkende Funktion nach § 18 (2) KiTaG.


[1] Vgl. Organigramm und www.kitawaldstrasse.de.
[2] Vereinsrat.

Auftrag

Zuvörderst sind wir dem Zweck des Vereins aus § 3 unserer Satzung verpflichtet. Kinder und Jugendliche sollen demnach ganzheitlich gefördert werden, worunter wir das Lernen über Körper, Geist und Seele fassen. Der Verein verfolgt keine religiösen und/oder politischen Ziele. Bzgl. der Kindertagesstätten folgen wir außerdem dem Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsauftrag nach dem KiTaG. Auf Grundlage des § 1 SGB VIII setzen wir den gesetzlichen Auftrag um, jedem durch uns betreuten Kind das Recht auf Förderung seiner Entwicklung zu gewährleisten. Ziel dieser Förderung ist die Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Neben dem dritten Abschnitt des SGB VIII zur Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen möchten wir in diesem Leitbild vor allem den Abschnitt des gesetzlichen Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung hervorheben [3]. Entsprechend des SGB XII führen wir Einzelintegrationsmaßnahmen für 3-6jährige Kinder und ambulante heilpädagogische Maßnahmen für Kinder ab der 8 Woche bis zum Schuleintritt durch. Des Weiteren stehen wir Eltern empfehlend zur Seite und kooperieren in diesem Zusammenhang mit unterschiedlichen Fachdisziplinen [4].



[3] Seit 2005 sind wir nach § 8a i.V.m. § 72a SGB VIII besonders beauftragt, Kindeswohlgefährdungen vorzubeugen, indem wir frühzeitig eine mögliche Kindeswohlgefährdung unter Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft abschätzen und ggf. weitere notwendige Schritte einleiten.
[4] Vgl. Satzung.

Konzeptionelle Ausrichtung

Uns ist es wichtig, zu den Kindern (8 Wochen - 13 Jahre), Jugendlichen (14 - 16 Jahre) und Eltern eine sichere Bindung aufzubauen, die auf Vertrauen basiert, Auseinandersetzungsprozesse zulässt und dadurch Raum für gemeinsames Lernen schafft. Diesem Ansatz folgend, favorisieren wir die Aufteilung der Kinder in Gruppen, weil wir der Überzeugung sind, dadurch das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken. Den Leitlinien für Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein entsprechend, bieten wir den Kindern und Jugendlichen differenzierte Bildungsmöglichkeiten. Den Gedanken des gemeinsamen Lernens umsetzend, beschäftigen wir pädagogisches Fachpersonal und Personal aus anderen Berufszweigen und befürworten, dass die Eltern unsere Arbeit kennenlernen, diese hinterfragen und sich im Rahmen der Strukturen des Vereins einbringen. Darüber hinaus bieten wir den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Alltag in unseren Kindertagesstätten partizipatorisch zu mitzugestalten.

Allgemeine Ziele

Es ist uns wichtig, die Einrichtungen nicht nur als Bildungsorte, sondern vielmehr als Lebensorte zu verstehen, weil wir davon überzeugt sind, dass sich Kinder bzw. Menschen nur unter der Voraussetzung dieser Haltung überhaupt gesund entwickeln können und die Möglichkeit haben, starke, gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten zu werden. Zum täglichen Gebrauch bevorzugen wir Alltags- und Naturmaterialien, die den Kindern zur freien Nutzung zur Verfügung stehen. Zur speziellen Förderung stehen den Kindern und Jugendlichen Lernmaterialien zur Verfügung, die gezielt eingesetzt und/oder von den Kindern und Jugendlichen angefordert werden können. Entsprechend der Bedarfsentwicklung sind wir bereit uns zu verändern. Diesbezüglich sind wir auch gegenüber unkonventionellen Maßnahmen aufgeschlossen, bspw. Umbau von herkömmlichen Gebäuden zu KiTa-Räumlichkeiten.

Werte

Entsprechend unserer Überzeugung hat jeder Mensch ein Recht auf Achtung, Zuwendung, Liebe und Geborgenheit, auf Partizipation und Selbstbildung. Fehler sind eine Grundlage, um aus eigener Erfahrung zu lernen und sich zu korrigieren. Wir verhandeln notwendige Rahmenbedingungen, stimmen Verfahren und Abläufe ab, schaffen Strukturen, Regeln und Grenzen und pflegen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und partizipatorischer Aspekte ein sozialverträgliches Miteinander.

Kunden

Wir betreuen Kinder und Jugendliche und pflegen den Kontakt zu den Eltern. Wir nehmen hauptsächlich Kinder aus der Stadt Pinneberg auf, des weiteren in geringer Anzahl aus umliegenden Städten und Gemeinden. Wir erfüllen subsidiär Aufgaben für die Städte und Gemeinden, die Kreise, das Land Schleswig-Holstein und den Bund.

Fähigkeiten und Leistungen der Kindertagesstätten

Wir erfüllen den Vereinszweck nach § 3 unserer Satzung, den Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsauftrag nach dem KiTaG, die sich auf Kindertagesstätten beziehenden Aufträge des SGB VIII, die heilpädagogische Förderung von Kindern in Einzelintegrations- und ambulante heilpädagogische Maßnahmen nach dem SGB XII. Um den Kindern und anteilig auch den Eltern einen Lebensort bieten zu können, in dem (Selbst-)Bildung, Betreuung und Erziehung stattfinden, finanziert der Verein bedarfsorientiert hausinterne Teamfortbildungen und externe Einzelfortbildungen u.a. zu folgenden Themen: Bindungsverhalten, Resilienz [5], Kommunikation mit Kindern, Sprachförderung, Teambildung, Moderationstechniken, Deeskalationsstrategien, Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf das Gegenüber, Umweltschutz, Partizipation, Migration u.a. Dadurch, dass wir 17 Kita-Gruppen in sechs verschiedenen Häusern haben und bedarfsorientiert handeln [6], bieten wir den Eltern nicht nur räumlich, sondern auch konzeptionell unterschiedliche Möglichkeiten an, ihre Kinder betreuen zu lassen.



[5] Die Fähigkeit, auf die Anforderungen wechselnder Situationen mit Bewältigungsmöglichkeiten zu reagieren und auch anspannende, erschöpfende, enttäuschende oder sonstige schwierige Lebenssituationen zu meistern.
[6] Bspw. Anpassung der Öffnungszeiten.

Ressourcen der Einrichtung

Wir bieten den Kindern und Eltern Raum, Zeit, Fach- und Selbstkompetenz im alltäglichen Miteinander und werden im Rahmen unserer Arbeit von Ehrenamtlichen sowie Auszubildenden (von Fachschulen), den Verwaltungskräften, den Hausmeistern, sowie Hauswirtschafts- und Reinigungskräften unterstützt. Wir arbeiten vernetzt mit unterschiedlichen Kooperationspartnern wie Schulen, Behörden, ambulanten Anbietern, Therapeuten und vielen anderen. Die Kindertagesstätten werden aufgrund der Aufgabenerfüllung für die öffentliche Hand (Gemeinnützigkeit) insbesondere durch öffentliche Zuschüsse und Elternbeiträge finanziert. Eigenmittel kann der Kita-Träger ggf. über Spenden aufbringen. Um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, beschäftigen wir den Anforderungen entsprechend ausgebildetes Personal und bieten Möglichkeiten zur Weiterbildung [7]. Wir setzen uns aktiv mit Veränderungen auseinander und gestalten so unsere Arbeit bedarfsorientiert. Kindern, Eltern und Mitarbeitern bieten wir die Möglichkeit, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.




[7] Bspw. neu und/oder erweiterte Aufgabenbereiche wie stellvertretende Leitungstätigkeiten, heilpädagogische Förderung, Wald-, Bewegungs- und Reitpädagogik, spezielle Sprachförderung


Definition gelungenen Lernens

Wir sind davon überzeugt, dass Lernen und Fördern in Kindertagesstätten nur dann gelingen und nachhaltig sein kann, wenn die Kinder zu einer Person des Gruppenpersonals eine sichere Bindung [8] erwerben und die Eltern mit in diesen Prozess eingebunden werden. Wir geben den Kindern emotional-soziale Sicherheit, sodass sie in guter Verfassung spielen, experimentieren und sich darüber erfahrungsreiches Wissen aneignen, sich ihren Selbstbildungsprozessen und dem Miteinander in Ruhe widmen können. Wird eine Entwicklungsverzögerung in Teilbereichen beobachtet oder diagnostiziert, achten wir darauf, dass Fördermaßnahmen nicht funktional erfolgen, sondern Körper, Geist und Seele gleichermaßen durch das pädagogische Handeln erreicht werden, die Gesamtentwicklung des Kindes im Fokus bleibt.



[8] Wir bauen hiermit auf die Bindungstheorien nach Bowlby und Ainsworth auf.




Ihr Team der Kita Waldstraße e.V.

 
 
 
 
 
 
 
 


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü